Sechs Surfautoren und Ihre Lieblingsspots

[separator type=”space”]isa_authorIsabell Jetchev, Coldwatermag.com

Im schönen Flensburg aufgewachsen und schon immer vom Meer fasziniert. Die ersten Surfversuche fanden an windig grauen Tagen an der Nordsee statt und überzeugten doch zum Bleiben. Bei allen Bedingungen mit dem geliebten Longboard im Wasser. Fasziniert von der Schönheit der Natur und am liebsten bei jeder Möglichkeit in Dänemark. Will am besten jeden Stein und jeden Moment für immer mit der Kamera festhalten. Auf coldwatermag erzählen Clemens und ich von Wellen, Geschichten und allem, was für Norddeutsche Surfer interessant sein könnte.

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Surft am liebsten: Nørre Vorupør und Klitmøller

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Wellenreiten habe ich mir Stück für Stück in Dänemark selber beigebracht. Von Anfang an habe ich mich in „Cold Hawaii“, besonders Nørre Vorupør und Klitmøller, verliebt. Die weite Leere, kaum Menschen, Dünenlandschaften und die Wellen. Dort bietet die Küste viele verschiedene Spots, die bei unterschiedlichen Bedingungen gut laufen und teilweise wahre Schätze bieten. Lange Zeit waren wir viel in Vorupør und viele meiner ersten schönen Wellen hatte ich dort. Leider verändern die Winterstürme die unbeständigen Sandbänke und es gibt mal gute und mal schlechte Jahre. Auf den Spot mit besonders vielen bunten Bunkern in Klitmøller ist aber bei dem richtigen Swell und Wind verlass und ich kann mich jedes Mal nur freuen, wie schön es dort läuft. Ein steiniger ruhiger Strand, Bunker, die durch Kreativität an grauem Schrecken verloren haben und wundervolle Wellen. Vor allem die rechte Welle kann perfekt sein, als Goofy freue ich mich an volleren Tagen genau so sehr auf die nicht ganz so gute, aber dafür leerere Linke. Mit etwas Glück schwimmen Seehunde oder Tümmler vorbei und ich kann dort nicht mehr aufhören zu grinsen. Und die absolut längste Welle meines Lebens hatte ich in der Bucht von Klitmøller. Wenn die Sandbank einen guten Tag hat, dann bricht es weit draußen und mit der richtigen Welle konnte ich bis direkt an den Strand fahren, bestimmt 800 Meter. Ein Tag und Ort voller Glück. 

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konstantin_authorKonstantin Arnold, Wachs, Bynd & Adventura

25 Jahre, in Köln Sportkommunikation und währenddessen zwei Jahre in Australien Fotografie und in Neuseeland Wirtschaft studiert. Master in Kopenhagen ab September 2016. Autor für BYND, WACHS und VICE Sports, ADVENTURA Buchveröffentlichung im Dezember 2015, Moderator für Moving Adventures, Island Collective und Deutschen Wellenreitverband, Fotograf für alle, die glauben ich würde gute Fotos machen.

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Surft am liebsten: Das Internet…

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…Oder Immer den Ort, an dem ich mich gerade aufhalte. Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, habe noch nie gedacht, dass ich lieber in Costa Rica wäre, wenn ich gerade in Portugal bin. Oder, dass ich lieber in Portugal wäre, wenn ich gerade im Intercity Express nach Hamburg sitze. Außer einmal, als wir zu dem Konzert einer Led Zeppelin Cover-Band nach Wellington trampen wollten und irgendwo in der Pampa stecken geblieben sind. LA ist auch ziemlich cool, aber bitte nur in richtiger Dosis. Alles im Leben hat seine Zeit, jeder Ort seine Daseinsberechtigung (außer Singapur) und Situationen bedingen sich einander. Bei meinen Nachbarn ist das Gras nie Grüner. Ich habe ja nicht mal einen Garten. Letzten Endes kannst du mit deinen besten Freunden sogar einen guten Abend in Raglan haben. Im Winter. Es kommt eben auf die Menschen an und auf die Karibik.

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Andreas Brendt / (C) Ballosch&WeareCity
Foto: Ballosch & WeareCity

Andreas Brendt, Autor Boarderlines

Andi ist 40 Jahre jung und gebürtiger Kölner. Den Dom sieht er aber selten. Seit 20 Jahren ist Surfen seine große Leidenschaft, die ihn durch die Weltgeschichte stolpern lässt. Ganz nebenbei studierte er Volkswirtschaftslehre und Sportwissenschaft, betreute die Nationalmannchaft der Wellenreiter, hielt Vorträge über Angst und Motivation bei Profifußballvereinen und arbeitet als Berufsschullehrer. Außerdem interessiert er sich brennend für fernöstliche Philosophie und Alltagsweisheiten. Für sein Schreiben ist ihm die größte Neugierde seine ungebrochene Naivität, die – nach eigener Aussage – seine beste Charaktereigenschaft ist und ihn immer wieder in die absurdesten Situationen gleiten lässt, deren Geschichten mittlerweile in 2 Büchern nachzulesen sind. 

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Surft am liebsten Indo und Mittelamerika

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Meine Lieblingsregionen sind momentan Indonesien und Mittelamerika (dicht gefolgt von der Südsee und Südamerika).  Heute ein paar Worte zu Indonesien. Großartig aber voll! Bali kommt deshalb für mich nicht mehr in Frage und man muss entweder weiter wegreisen oder sucht sich einen Ort, an dem es gleich eine Vielzahl guter Wellen gibt. Alternative 1 wäre die Mentawai-Insel Nyang Nyang. 5 gute Wellen fußläufig erreichbar, von einfach bis anspruchsvoll und das totale Paradies. Man kann vor Ort günstig wohnen (ja, Mentawai geht auch für kleines Geld), so dass nur die lange Anreise als mögliche Ausrede bleibt bzw. crowdmindernd wirkt. Eine weitere Möglichkeit bietet LEAKY PEAK auf Sumbawa. Einfacher zu erreichen. Allerdings kein Geheimtipp mehr, es sei denn, man weicht auf die Spots drum herum aus. Natürlich Leaky Pipe (Left) und Periscopes (Right). Aber auch Nangas (Left) macht super Spaß und ist gerade mal 5 Minuten zu Fuß entfernt. Wer sich auf´s Moped hockt, bekommt in weniger als einer halben Stunde weitere Alternativen, wo kaum einer hingeht, während sich am Peak die Meute staut. Warmes Wasser, gute Wellen, leeres Lineup und all der Charme Indonesiens! Darüber hinaus bekommt ihr je nach Swell völlig den Hintern versohlt (siehe Boarderlines) oder genießt das Leben auf einfacheren Wellen. Immer noch einer der besten Orte in Indonesien. Und ich glaube damit habe ich die erlaubte Wortgrenze bereits überschritten.

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pascal_authorPascal Christen, Thefreesurfer.com

Seit über 10 Jahren, verbringe ich den grössten Teil des Jahres mit reisen und surfen. So ist einiges an Erinnerungen und Erfahrungen zusammen gekommen, genauso wie Geschichten und Fotos. Um das zu teilen, habe ich mit  thefreesurfer.com begonnen. Schau dich auf der Seite rum, ich hoffe dir mit Tipps weiterhelfen zu können. Oder dich dazu zu bewegen, deine Träume zu verwirklichen… egal ob stand-up-barrel, oder deine erste Weisswasser-Welle. Via Facebook wirst du regelmässig mit Bildern und Stories aus meiner kleinen Welt unterhalten. Also begleite mich doch bequem aus deinem Büro Sessel auf meinem nächsten Trip.

Surft am liebsten: El Salvador

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Es gibt unzählige Wellen und Orte auf dieser Welt die ich liebe. Und jeh nach Situation ist auch immer ein anderer Spot der „perfekte“. Wenn ich genügend Zeit habe, ist für mich das drum herum, das kulturelle, die Leute und das Abenteuer oftmals wichtiger als die Wellen an sich. Aber dann gibt es auch diese Trips, bei denen es mir in erster Linie darum geht, so viele gute Wellen wie nur möglich zu surfen. Dazu noch freundliche Leute, gutes essen und warmes Wasser. Ein Ort, wo man bei jeder Tide rein kann, und egal wie gross oder klein es ist, die Wellen funktionieren. Das ist El Salvador, das Surf-Gym schlechthin. Unzählige Pointbreaks, von gemütlicher Longboarder-Welle, bis zur Barrel und alles dazwischen. Frischer Fisch und Früchte, einheimischer Kaffee, freundliche Leute und weltklasse Rum. Natürlich hat EL SALVADOR auch so seine Schattenseiten und gehört leider nicht gerade zu den sichersten Ländern der Erde. Aber mit ein Bisschen „common sense“, und ein paar Wörter Spanisch sollte man meistens auf der sicheren Seite sein. So sehr ich dieses Land in mein Herz geschlossen habe, zähle ich es nicht zu meinen Lieblings Länder (Indonesien, Mexiko, Südafrika). Aber trotzdem zieht es mich immer wieder hierher zurück. Irgendwie ist es die für mich perfekte Mischung, und vielleicht auch das Gefühl des sich hier zu Hause fühlen, welches ich hier (und an einigen andern Orten) mittlerweile habe.

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julian_authorJulian Siewert, Surfnomade.de

Surfen oder Wellenreiten – egal wie du es nennst, für mich ist es der wundervollste Sport der Welt! Seitdem ich Anfang letzten Jahres meine Boardbag gepackt und meinen festen Job in Deutschland aufgegeben habe, ist Surfen mein Leben und der Ozean mein zuhause! Auf meinem Blog Surfnomade teile ich meine Surfabenteuer rund um den blauen Planeten, empfehle spannende Surfdestinationen und gebe praktische Tipps rund um die Themen Surfen lernen, Surfausrüstung und Reisen mit Surfboard.

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Surft am liebsten: Algarve, Portugal

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Jeder Surfspot der Welt hat das Potenzial, mein Surferherz zu gewinnen. Steile Wellen und die Gesellschaft meiner Surf-Buddies sind mir dabei am allerwichtigsten! Meine liebste Surfregion, die ich seit Jahren immer wieder ansteure, ist der Süden Portugals. Ich höre zwar oft, Portugal sei inzwischen total überlaufen. Das stimmt aber nicht – zumindest nicht in der Nebensaison und das ist lustigerweise genau die Zeit, in der die Spots am Südwestzipfel Europas am meisten feuern.  Seit meinem ersten Portugal-Surftrip im September 2001 fühle ich mich von keiner anderen Surfregion  so magisch angezogen wie von der weitgehend untouristisch Westküste der Algarve!
Surfspots wie Ponta Ruiva, Vale de Figueiras oder Zavial sind im Herbst einfach nur großartig. Den ganzen Tag surfen, abends Lagerfeuer mit Portwein und Frango oder frisch gegrillten Sardinen und dann im Bulli mit geöffneter Heckklappe und Blick auf die Wellen einschlafen – für mich gibt es nichts Schöneres!  Die Surfdestination Portugal vereint für mich einfach alle Kriterien, die einen gelungenen Surfurlaub garantieren: Ganzjährig mildes Klima und konstante Wellen zu jeder Jahreszeit, günstige Anreise, niedrige Lebenshaltungskosten, perfekte Bedingungen für einen Surftrip im Bulli (viele Bulliverleiher & wild campen direkt am Surfspot) und eine spektakuläre Küstenlandschaft. Außerdem spreche ich portugiesisch und werde auf meinen Surftrips oft von Freunden begleitet. Denn Portugal liegt nicht am Ende der Welt, sondern ist von Deutschland aus in wenigen Flugstunden erreichbar. Wer jetzt Lust bekommen hat und sich über die besten Surfspots des Landes inklusive praktischer Reisetipps informieren will, kann sich in meinem umfangreichen Portugal Surfguide schlau machen.

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veit-authorVeit Jürgens, preciousocean.com

Ich bin Veit, Sportwissenschaftler, Eventmanager und Onlineprojektmanager aus Berlin. Seit ich das Wellenreiten für mich entdeckt habe, komme ich beim Blick auf Meereshorizonte nicht mehr umhin, sie nach surfbaren Wellen abzusuchen. Auf meinem Blog Preciousocean.com schreibe ich seit ca. einem Jahr über das Wellenreiten und Wellen-Reisen und gebe Tipps aus mittlerweile 18 Jahren Surferfahrung  weiter. Die harten, wellenlosen Zeiten in Berlin überbrücke ich am Liebsten in meiner zur Surferhütte umfunktionierten Gartenlaube in Berlin-Treptow.

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Surft am liebsten: Balian, Bali

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Balian liegt an der Westküste Balis, etwa 1,5 Mopedstunden nördlich von Canggu. Ich liebe die exzellenten Wellen und den noch ursprünglichen, kleinen Ort. Wer nach Ruhe und Entspannung sucht, ist hier richtig! Surfer, die in Canggu ihre Base aufschlagen, kommen oftmals für einen Tagestrip hier hoch. Neben Balian ist auch Medewi ihr Ziel, ein supersofter, sehr consistenter linker Pointbreak, der 25 Minuten weiter nordwärts liegt. 

Nach ein paar Tagen kennt man Jeden im Dorf, inklusive die Mamas in den Warungs, die Hunde, die von jedwedem Fahrzeug unbeindruckt mitten auf der Straße liegen sowie die Kühe, die zwischen den Palmen grasen. Entsprechend der Atmosphäre im Ort habe ich die Stimmung Line Up immer als entspannt erlebt. Der Rivermouthspot ist ein A-Frame. Ich als Goofyrider bevorzuge den Lefthander, der etwas langsamer läuft, daher schön von Rail zu Rail surfbar ist und in der Regel längere Fahrten erlaubt.

Ich hatte wunderbare Surfsessions dort, die mir immer wieder Glanz in den Augen beschert haben. Bei jedem Paddelzug bedanke ich mich beim Universum. Balian gehört mein Surferherz!

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