Campingbus kaufen –
So findest du deinen perfekten Campervan

Einen eigenen Campingbus kaufen – früher oder später drängt sich zwangsläufig bei jedem Natursport- und Outdoorliebhaber der Wunsch nach einem rollenden Zweitwohnsitz auf. Kein Wunder — das fahrbare Zweckzuhause löst doch gleich vielerlei Probleme umtriebiger Abenteuerreisender. Unabhängig von Hotels, Fahrplänen und ziviler Infrastruktur fährt der Campingbus Besitzer einfach dorthin, wo es ihm gerade gefällt und bleibt so lange, wie er Lust dazu hat. Klingt verlockend, doch bei all der Menge an verschiedenen potentiellen Cambingbus-typen fällt die Auswahl alles andere als leicht, den für sich richtigen Campingbus für das eigene Budget zu finden. Alt oder Neu, Klein, Mittel- Flach oder hoch? Nach unzähligen Camping- und Road Trips in verschiedensten Campervans sind wir mittlerweile selber seit ca 5 Jahren „Busfahrer“ und geben Dir hier ein paar wichtige Tipps und Infos an die Hand damit Du Deinen optimalen Campingbus findet.

Unterwegs mit unserem Campingbus in Dänemark

Campingbus kaufen – Das wichtigste vorab:

Die Frage ob es sich überhaupt lohnt für Dich einen eigenen Camper zu kaufen, hast Du sicherlich schon hinreichend durchleuchtet und für Dich beantwortet. 

Nachdem die grundsätzliche Frage von “Campingbus mieten oder kaufen?” beantwortet sein sollte, solltest Du Dir über den geplanten Einsatzzweck im klaren werden. Denn nicht das Budget sollte das einzige und ausschlaggebendes Kriterium für den Kauf eines Campingbus sein! Wirklich ausschlaggebende Faktoren sind zunächst mal ob es ein Alltagsfahrzeug sein soll, welches dich auch im täglichen Leben von A nach B bringt oder ein reines Reisemobil. Darüber hinaus sind Körpergröße, Komfortbedürfnis beim schlafen, potenzielle Anzahl Mitreisender oder Kinder, Länge der geplanten Touren und zu transportierendes (Sport)Equipment bzw Gepäck relevant.

Willst du auch im Winter campen? Dann sollte dein Campervan nicht nur gut Isoliert sein sondern auch über eine Standheizung verfügen. Willst du hauptsächlich frei stehen und unabhängig von Campingplätzen sein, dann solltest du über eine Solar-Anlage nachdenken.

Wenn du dich für einen Camper entscheidest der auch im Alltag uneingeschränkt funktionieren soll, ist auf jeden Fall alles über 2 Meter Fahrzeughöhe nicht empfehlenswert. Als Kompromiss bieten sich hier Fahrzeuge mit Klappdach an. Aber Achtung – manche Klappdächer sind bereits so hoch, als dass die 2m-Grenze überschritten wird!

Wieviel Equipment schleppst du auf deine Road Trips im Campingbus mit? Wir brauchen z.B. (sehr) viel Platz im oder auf dem Fahrzeug da wir sowohl Surfboards als auch Kite-Equipment sowie dazugehöriges Zubehör mitschleppen.

Tipp:  Wer an diesem Punkt so ehrlich wie möglich zu sich selbst ist, hat am Ende am meisten und längsten Freude an seinem Campingbus. Faule Kompromisse kosten am Ende meistens doppelt und wenn das Budget noch nicht reicht, sollte man lieber noch etwas sparen als sich einen Campervan zu kaufen mit dem Du nicht glücklich wirst.

Campingbus Ausbau – Selbermachen oder fertig kaufen?

Campingbus selber Ausbauen

Auch bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Wer handwerklich begabt ist und viel(!) freie Zeit hat, der kann natürlich beim Kauf eines leeren Kastenwagens, Bullis oder Lieferwagens erstmal einiges an Geld sparen. Zudem kann man seinen kreativen Ideen freien Lauf lassen und den Campervan exakt an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Der Campingbus Selbstausbau bietet zudem die Option die Kosten über einen gewissen Zeitraum zu verteilen: Wer sich zunächst mit Basisausstattung aus einer Matratze im Kofferraum, einer Versorgerbatterie und einer Kühlbox wohl fühlt ist, bereits mit wenig Startkapital ausgerüstet für den Start ins Vanlife. Später kann man Schritt für Schritt weitere Features Nachrüsten. Der Aufwand eines kompletten Ausbaus wird von Anfängern allerdings gerne unterschätzt – es ist auf jeden Fall viel Arbeit, bei der einiges berücksichtigt werden muss und einiges an freier Zeit draufgeht. Das sollte man auf jeden Fall vorher bedenken.

Tipp: Wenn Du dir den Selbstausbau nicht zutraust, gibt es noch die Alternative den Ausbau von einem Profi übernehmen zu lassen. Es gibt zahlreiche Handwerksbetriebe die sich auf den Innenausbau von Campern spezialisiert haben und Deinen Camper mit Dir zusammen genau nach Deinen Vorstellungen gestalten. Wir haben es genau so gemacht und unseren Camper von Camperworks ausbauen lassen und sind mit dem Ergebnis mehr als Zufrieden. Die Kombination aus unserem Wunschfahrzeug und einem Ausbau nach unseren Vorstellungen gab es schlichtweg gar nicht.

Room with a view – die beste Aussicht fährt immer mit.

Selbst ausgebauten Campingbus gebraucht kaufen

Ein Kompromiss zwischen einem Campingbus Ausbau von der Stange, von einem Profi-Ausbauer wie Pössl, Westfalia oder ähnlichen, ist einen selbst ausgebauten gebrauchten Campervan aus zweiter Hand zu kaufen. Hier ist es auf jeden Fall entscheidend, den Ausbau hinsichtlich seiner Qualität beurteilen zu können.

Erfahrungsgemäß werden die meisten selbst ausgebauten Camper am Markt tendenziell zu teuer angeboten, da die Verkäufer Ihre selbst investierte Zeit und die Materialkosten oft auf den Fahrzeugwert aufschlagen, was meistens zu unrealistischen Gebrauchtpreisen, für zum Teil mittelprächtig ausgebaute oder gar „verbastelte“ Fahrzeuge führt. Sofern der Campingbus Ausbau nicht von Profi-Hand gemacht ist und mit einem Ausbau von der Stange halbwegs mithalten kann, sollte man hier vorsichtig sein und genau wissen was man kauft und was es Wert ist. Grundsätzlich sollte der Ausbau mit Bildern dokumentiert und belegbar sein. 

Folgende Fragen sollten auf jeden Fall beantwortet werden können:

  • Was wurde genau gemacht? Das ganze sollte mit Bildern dokumentiert sein.
  • Wie ist die Elektrik verlegt und abgesichert? Lass dir den Schaltplan zeigen! Gibt’s nicht? Finger weg!
  • Wurde gedämmt und Isoliert und wenn ja mit welchen Materialien?

Einen gebrauchten Camper mit selbstgebasteltem Ausbau zu kaufen ist auf jeden Fall immer ein Glücksspiel, bietet aber durchaus auch die Chance auf ein Schnäppchen.

Campervan gebraucht kaufen mit Profi-Ausbau

Nahezu alle Fahrzeugklassen sind mittlerweile mit Profi-Ausbau erhältlich. Ob VW Caddy, die Transporter-Serie oder große Kastenwagen wie Fiat Ducato und Mercedes Sprinter. Profi-Arbeit kostet Profi-Geld, keine Frage. Nichts desto trotz, bekommst Du mit einem professionellen Ausbau auch eine gewisse Sicherheit, das alles korrekt verbaut ist und so funktioniert wie es sollte. Wer eine möglichst unkomplizierte Lösung sucht und das passende Kleingeld hat, ist mit einem „Fertigausbau vom der Stange“ sicherlich am besten beraten. Was mich persönlich an den Fertiglösungen am meisten nervt: Die Innenraumkonzepte richten sich selten an Aktivreisende die auch mal viel Platz für Ihr Sportequipment benötigen und haben oft vielerlei Schnickschnack den manch einer kaum benötigt. Statt einem weißen Duschklo, wünsche ich mir einfach mehr Platz für Surfbretter und anderen Kram.

Ein alternatives Aus- bzw. Aufbaukonzept für Mercedes Sprinter von Kaloha Camper

Alter & Laufleistung – Wieviel Campingbus bekommst du für’s Geld?

Die zwei Hauptstellschrauben Alter und Laufleistung sind meist die entscheidendsten Kriterien nach denen Du deine erste Auswahl priorisieren kannst sofern du kein Neufahrzeug kaufen willst.

Ein höheres Alter ist nicht zwingend schlecht – eine sehr hohe Laufleistung in der Regel schon eher. Auch wenn manchen Motoren nachgesagt wird dass diese eine halbe Millionen Kilometer und mehr schaffen, so sollte man wenn man sich zwischen dem neueren, vielleicht optisch ansprechenderen Modell mit höherer Laufleistung und einem Vorserienmodell mit deutlich geringerer Laufleistung, eher für das letztere Entscheiden. Bei Dieselmotoren sind Laufleistungen von um 200.000km kein Ausschlußkrtierium, sofern alle Wartungsarbeiten (Zahnriemen, Wasserpumpe etc.) regelmässig gewartet wurden. Unser erster T4 hatte beispielsweise bei Kauf ca 275.000 km gelaufen und hat uns damit 2 Jahre und etwa 30.000km beste Dienste ohne eine Panne geleistet und fährt mit seinem neuen Besitzer immer noch durch Europa. Natürlich kann einem bei Gebrauchtfahrzeugen mit dementsprechend hohen Kilometerleistungen keiner garantieren, dass die Karre nicht nach den ersten 1000km stehen bleibt, bei anderen gebrauchten ohne Garantie mit 100.000km weniger aber genau so wenig. Wer dieses Risiko gänzlich ausschließen will muss in den sauren Apfel beißen und sich einen Jahreswagen oder gar Neufahrzeug mit Händlergarantie zulegen. Alles andere wird in der Regel „gekauft wie gesehen“. Ein Wehrmutstropfen: Je älter die Fahrzeuge desto größer in der Regel die „Bastlercommunity“ und natürlich auch das Angebot an bezahlbaren Ersatzteilen. Ersatzmotoren für VW T3, T4 oder alte Mercedes-Modele sind durchaus günstig im Vergleich zu neueren Modellen von T5, Ducato, Sprinter und co. Generell gilt: Je neuer die Technik, desto teurer die Reperaturen & Wartung! Je mehr Elektrik, je weniger Elektrik, desto weniger kann kaputtgehen! Auch können die meisten alten Dieselmotoren von T3, T4 oder auch Mercedes nahezu weltweit von fast jeder Wald-und-Wiesen-Werkstatt relativ problemlos repariert werden.

Campingbus Kaufen
Peugeot J7 Campervan im Baskenland

Campingbus kaufen – Diesel- oder Benzinmotor?

Für die meisten Fahrzeuge stellt sich diese Frage gar nicht – Da es sich bei den meisten Camper-tauglichen Fahrzeugen um Diesel-Fahrzeuge handelt, muss an dieser Stelle nichts desto trotz natürlich die zunehmende staatliche Regulierung dieser Fahrzeuge erwähnt werden. Umweltzonen sind kein deutsches Phänomen und sorgen nicht nur in Deutschland für immer mehr Beschränkungen für Diesel-Fahrzeuge sondern auch im europäischen Ausland. In Deutschland fährt man bisweilen zumindest noch mit einer grünen Plakette uneingeschränkt – wie lange dies noch der Fall ist und ob es Sonderregelungen für Camper in der Zukunft gibt, wird sich zeigen. Die Problematik der Dieselthematik sollte auf jeden Fall bedacht werden. Eine Alternative ist momentan die Anschaffung eines Fahrzeuges welches mindestens 30 Jahre alt ist und den Status als „Historisches erhaltenswertes Fahrzeug“ (H-Kennzeichen) erlangt hat und damit (bisher) uneingeschränkt freie Fahrt in allen Umweltzonen hat. Hierbei sollte einem allerdings bewusst sein, dass derlei Fahrzeuge auch entsprechende Pflege und Kenntnis voraussetzen und man nicht selten mehr Zeit unter dem Fahrzeug als in Ihm verbringt. Für Campervan-Anfänger und handwerklich unbegabte ist so ein Campingbus zum Einstieg nicht unbedingt zu empfehlen.

Tatsächlich gibt es aber auch Benzinbetriebene Campervans – kleinere Kastenwagen oder auch z.B. T3 und T4 sind als Benzinvariante erhältlich. Für Benziner gilt in der Regel dass sie, sofern mit Katalysator ausgestattet sind, unbedenklich hinsichtlich der Plakettenregelungen zu fahren sind. Die Steuern für Benziner sind meistens geringer als für Dieselfahrzeug, dafür sind die Benzinpreise und der Verbrauch höher als bei Dieselfahrzeugen und Ihnen wird oft eine geringere Lebensdauer nachgesagt. Da man hinsichtlich Benzinern sowieso eine relativ geringe Auswahl an Fahrzeugen hat, die in Frage kommen, muss dies jeder für sich selber mal ausrechnen. Wer allgemein eher wenig fährt und in erster Linie einen Wochenendcamper sucht, fährt aber ggf. mit einem Benziner deutlich günstiger als mit einem Diesel.  

 

Das kostet ein Campingbus – Steuern, Zulassung & Versicherung

Ein weiterer etwas lästigerer und vor allem sehr undurchsichtiger Aspekt ist das Thema der Zulassung sowie Versicherung und der daraus resultierenden Kosten. Die Sinnvollste Zulassungsvariante ist sicherlich die des Sonder-KFZ Wohnmobil.

Bei Wohnmobilen „von der Stange“ ist dies keinerlei Problem, diese werden in der Regel nur als Sonder-KFZ zugelassen und dementsprechend besteuert und versichert.

Interessant wird es bei selbst ausgebauten Campervans. Diese müssen zunächst einige Richtlinien erfüllen die Du bei deiner örtlichen TÜV-Zulassungsstelle erfragen kannst. Bevor du dich also an dem Umbau machst, sprich vorher mit deinem örtlichen TÜV-Prüfer. Es gibt klare Richtlinien dazu, welche Anforderungen ein Sonder-KFZ erfüllen muss, aber auch hier gibt es Ermessensspielräume die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sein können.

Welcher Campingbus darf’s denn sein? Die unterschiedlichen Fahrzeugtypen

Bei dem Thema Campervan kommen sicherlich jedem die Gedanken an den typischen Klassiker, quasi die Mutter aller „Rolling Homes“, den Volkswagen Transporter erster Generation oder kurz VW in seiner Urbauform dem „T1“. Prägender Inbegriff der kalifornischen Surfkultur und beliebtes Fortbewegungsmittel der Hippies erster Generation verdreht heute noch Köpfe am Straßenrand und lässt das Herz jedes Soulsurfers schneller schlagen. Leider kann so ein T1 in restauriertem Zustand ein Loch in Größe eines modernen Sportwagen ins Portemonnaie reißen. Ganz zu schweigen davon, dass solche Liebhaberschätze weder für heimische Winter geeignet sind, noch in den meisten Fällen, den Komfortansprüchen an ein zeitgemäßes Reisemobil gerecht werden.

VW T2 Surfbus in Frankreich

Durch den T1 hat sich Volkswagen allerdings einen entsprechend guten Stand in der Camperszene erarbeitet und daher gilt der VW Bulli, bzw seine Nachfahren vom T3 zum aktuellsten Modell T6 bis heute zu den beliebtesten Campervans und sicherlich gehört die Bulliklasse damit auch zu der verbreitetsten Art von Campingbus auf den Straßen. Bis vor einigen Jahren gab es in Deutschland zudem zu den Modellen von VW nur wenige Alternativen als Basis für einen brauchbaren Campingbus. Dies hat sich mittlerweile geändert und wer sich heute einen Campingbus anschaffen möchte, hat die Qual der Wahl hinsichtlich Fahrzeuggröße und Ausstattung. Im Prinzip eignet sich jedes Fahrzeug mit ausreichend Platz hinter den Fahrersitzen als Campingbus – ob kleiner Kastenwagen, Geländewagen oder alle Arten von Kleinbussen und Lieferwagen bis hin zu ausgebauten LKW. Ich gehe im folgenden auf die drei typischen und am weitesten verbreiteten Fahrzeugklassen ein:

Hochdachkombis – Alltagstaugliche & kompakte Mini-Campervans für Einsteiger und Gelegenheitscamper.

Platz ist in der kleinsten Hütte! Der VW Caddy MiniCamper von Vanarang

Die kompakten Hochdachkombis, oder auch Kleinlieferwagen die manch einer vielleicht vom Handwerker nebenan kennt, erfreuen sich seit geraumer Zeit auch gewisser Beliebtheit in der Camper-Szene. Dank fertiger Campingmodule und sogar Klappdachkonzepten kann der familien- und vor allem stadttaugliche Flitzer in ein vollwertiges Campingfahrzeug verwandelt werden, welches zumindest zwei nicht allzu großen Leuten ausreichend Liegefläche bietet. All zu viel Komfort und vor allem Platz für Equipment darf man allerdings nicht erwarten. Auch der Aufenthalt im Fahrzeug bei Schlechtwetter gestaltet sich hier denkbar suboptimal. Interessant sind bei den Hochdachkombis vor allem die günstigen Einstiegspreise für verhältnissmäßig junge Fahrzeuge auf technisch zeitgemäßem Niveau. Der absolute Kompromiss zwischen günstigem alltagstauglichem Fahrzeug mit Option zum bequem-drin-pennen am Wochenende.

Ideal für: Camper-Einsteiger die Ihr Fahrzeug in erster Linie als „Daily Driver“ verwenden und hin- und wieder die Freiheit schätzen, auch mal ein Wochenende auf dem Campingplatz oder an der See zu verbringen.

Pro:

  • Sehr Alltagstauglich
  • Sparsam im Verbrauch und Unterhalt
  • Fertige Ausbaumodule


Contra

  • Wenig Stauraum
  • Für mehr als 2 Personen ungeeignet
  • Eingeschränkt als Langezit-Reisemobil nutzbar

Beliebte Modelle: VW Caddy bzw Caddy Maxi, Fiat Doblo, Opel Combo, Citroen Berlingo, Renault Kangoo, Ford Transit Connect, Peugeot Partner

 

Bulliklasse — Der Klassiker unter den Campervans

VW T4 mit Aufstelldach

Wer Bulli sagt, meint in der Regel den VW Transporter welcher mittlerweile in sechster Generation gebaut wird. Doch nicht nur VW bietet diese Klasse der typischen und unter Campern sehr beliebten Kleinbusse an. Auch wenn VW hier unbestritten aufgrund seines Images zumindest auf den Parkplätzen der Welt der klare Vorreiter ist. Der Kleinbus glänzt in seiner Basisform durch seine Kompakten Maße, welches Ihn auch im Stadtverkehr zu einem dankbaren Gefährten macht. Mit unter 2m Höhe kommt man noch durch die Höhenbeschränkungen der meisten Europäischen Parkplätze/Parkhäuser und dank seiner Länge und Breite findet man fast überall einen Parkplatz. Im Innenraum bietet er ausreichend Platz und sogar dank variabler Campingausbauten lassen sich noch 5 Personen problemlos transportieren und bietet sogar mit Klappdach bis zu 4 Personen einen Schlafplatz (Wenn auch auf begrenztem Raum). Auch bei miesem Wetter kann man zumindest mit 2 Personen noch relativ entspannt im Inneren des Fahrzeugs die Zeit totschlagen.

Traum-T3 Synchro Westfalia – vollausgestattetes Abenteuerfahrzeug für Liebhaber mit entsprechendem Kleingeld

Bullis gibt es so zahlreich und in so vielen Varianten als das man ganze Bücher darüber schreiben kann. Wer Handwerklich begabt ist und gerne selber schraubt findet mit dem T3 eine noch bezahlbare Basis, wobei auch hier die Preise für vollwertige Campingbusse mittlerweile in astronomische Höhen schießen. Hinzu kommen typische Probleme wie Rost und die in die Jahre gekommene Technik. Auch hinsichtlich der zunehmenden Umweltrestriktionen sollte man sich bewusst sein, dass ein 15 Jahre oder älteres Diesel-Fahrzeug zunehmend problematisch im öffentlichen Raum zu bewegen ist, wenn es nicht als Oldtimer gilt. Entsprechend moderner und besser Ausgestattet sind die Nachfolgemodelle T4, T5 oder eben das neueste Modell T6. Es gibt Sie „Vollausgestattet“ als Modellvariante California mit Aufstelldach oder auch festem Kunststoff-Hochdach in Preisklassen um 50.000€ oder auch als nackten Lieferwagen ab etwa 20.000€. Außerdem gibt es sie noch in 2 verschiedenen Längen als normal-lang oder mit extra langem Radstand. Hier entscheidet letzten Endes das Budget und oben genannter Einsatzzweck über die gewünschte Ausstattung. Volkswagen wird außerdem seinen Ruf gerecht, sich diesen auch gut bezahlen zu lassen. Günstigere Alternativen zu einem neueren VW Modell sind zum Beispiel der Renault Trafic (oder baugleiche Modelle Opel Vivaro oder Nissan Primastar) welchen es sogar als Campingbus Variante von Westfalia gab. Auch Mitsubishi bietet mit dem L300 eine günstige Campervan Alternative zu den älteren VW Modellen.

Nissan NV400 in L1/H1 als selbst ausgebauter Campingbus
Nissan NV400 in L1/H1 als selbst ausgebauter Campingbus

Die „Bulliklasse“ ist auf jeden Fall die vielseitigste Fahrzeugkategorie und bietet die breiteste Palette an Fahrzeugoptionen von jung bis alt und preiswert bis sehr teuer. Zahlreiche Ausbauanleitungen, eine Riesen Fancommunity und fertige Campingmodule eröffnen einem die wohl breiteste Palette an Möglichkeiten einen Campingbus nach seinen Vorstellungen zu kaufen und zu gestalten.

Ideal für: Alle die sowohl ein komfortables und familientaugliches Alltagsfahrzeug suchen, als auch ein vollwertiges Reisemobil, welches sich auch für längere Campingurlaube eignet. Wer unbedingt VW fahren will, sollte nicht zu sehr auf sein Budget achten müssen.

Pro

  • Bester Kompromiss zwischen Alltagsfahrzeug und vollausgestattetem Campingbus
  • Großes Fahrzeug- und Ersatzteilangebot sowie große Community
  • VW Bullis sind gegenüber Ihrer Mitstreiter am Wertstabilsten
  • Gibt es mit Kunststoffdach auch als extrahohe Variante – Ein Raumwunder mit kurzem Radstand!

Contra

  • Billige VW Busse sind nicht gut – Gute VW Busse sind nie billig! (Quelle)
  • Wer viel Sportequipment transportiert gerät auch hier irgendwann an Platzgrenzen
  • Ältere Diesel-Modelle fragwürdig Zukunftstauglich

Beliebte Modelle: VW T3-T6, Mercedes Viano, Renault Trafic, Opel Vivaro, Nissan Primastar, Mitsubishi L300

Großer Kastenwagen als Campingbus

Unser VW Crafter (baugleich Mercedes Sprinter) in L2/H2

Die „Königsklasse“ der Campervans sind ohne Frage die großen Kastenwagen bzw Lieferwagen. Mit Dimensionen von bis zu 7 Meter Fahrzeuglänge und 3m Fahrzeughöhe fallen manche Kastenwagen Campingbusse aufgrund Ihres Gewichts schon in die Kategorie LKW. Ein Kastenwagen als Campervan bietet auf jeden Fall auch für Langzeitreisen ausreichend Komfort und mehr als genug Platz, für allerhand Gepäck und Sportequipment. Fertig ausgebaut gibt es sie von zahlreichen Herstellern und bei Einstiegspreisen von um 40.000€ ist noch viel Luft nach oben. Diese Art von Campingbus ist in aller Regel für die meisten ein reines Freizeitmobil, welches für alle Art von Reisen genutzt wird. Die Alltagstauglichkeit ist entsprechend der Größe beschränkt und für Innenstädte denkbar unpraktisch. Ganz anders sieht es im Innenraum aus: Dank des geräumigen Innenraums hat man in der Regel Platz für eine Sitzgruppe an der bequem 4 Leute sitzen können sowie bis zu 4 geräumige Schlafplätze. Eine Vollausgestattete Küche und bei den meisten Kastenwagen-Campervans eine Duschtoilette gehören heutzutage zur Standardausstattung. Genauso wie eine Standheizung sowie eine Solaranlage, welche auch Camping im Winter bzw. autarke Versorgung auf Reisen gewährleisten. Doch nicht nur die komplett ausgestatteten Luxuscamper sind der Rede Wert! Vor allem leere Kastenwagen bieten eine optimale und vor allem verhältnismäßig kostengünstige Basis für den Campingbus Selbstausbau. Kaum eine andere Fahrzeugklasse bietet soviel Platz für Ihr Geld, bei verhältnismäßig jungem Fahrzeugalter bzw. zeitgemäßer Ausstattung. Wer nicht zwingend den alltagstauglichen Kompromiss eines Kleintransporters bzw. Bullis sucht – für den macht es Sinn darüber nachzudenken, direkt eine Klasse größer einzusteigen und sich damit keine großen Gedanken um zu wenig Platz zu machen.


Pro Kastenwagen als Campingbus:

  • Bestes Preis/Platzverhältnis
  • Sehr großes Fahrzeugangebot
  • günstige Einstiegspreise bei Basisfahrzeuge


Contra Kastenwagen als Campingbus

  • Am wenigsten Alltagstauglich von allen vorgestellten Fahrzeugklassen
  • Je nach Steuerlicher Einstufung und Schadensfreiheitsklasse nicht unbedingt günstig im Unterhalt
  • Ausschließlich Dieselfahrzeuge mit entsprechend fragwürdiger Zukunftsperspektive

Beliebte Modelle: Fiat Ducato, Citroen Jumper, Peugeot Boxer, Renault Master, Opel Movano, Nissan NV400, Mercedes Sprinter/VW Crafter (Baugleich),

Quick-Checkliste für den Camperkauf

 

  • Wieviele Personen müssen mitreisen & bequem schlafen?
  • Wie häufig soll/muss das Auto in der Innenstadt bewegt werden?
  • Wieviel Platz benötige ich für Sportequipment und Gepäck?
  • Ganzjahres- bzw. Wintercamper oder nur „Ostern bis Oktober“?
  • Will ich Autark stehen können und wenn ja, wie lange?

Wer sich diese elementaren Fragen nach eigener Priorisierung beantwortet, kommt seiner Vorstellung vom Idealen Campingbus schon sehr nah.

Ich hoffe Dir einen ersten Einblick in das Thema Campingbus-Kauf gegeben zu haben und freue mich über Deine Fragen oder Anregungen in den Kommentaren! 

Weiterführende Links

Campingbus Ausbauen hier findest du kreative Inspirationen für deinen individuellen Campervan-Ausbau

Tipps für deinen ersten Road Trip im Campingbus

Gepäckorganisation – So packst du optimal für Reisen im Campervan

Campingbus kaufen –
So findest du deinen perfekten Campervan
5 (100%) 2 votes
  1. Moin Moin,

    vielen Dank für diesen interessanten und ausführlichen Beitrag und natürlich, dass unser Foto etwas dazu beitragen durfte 🙂

    Gruß
    Flo

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