Einreise in die USA mit ESTA

Bei Reisen in die USA ist es seit dem 12. Januar 2009 eine ESTA-Genehmigung notwendig. Doch was ist das überhaupt und was muss dazu wissen, wenn man in die USA reist?

Kurz gesagt ist ESTA eine Alternative zu einem US-Visum. Während man für ein Visum mehrere Wochen warten und auch noch an einem Interview in einem US-Konsulat teilnehmen muss, wird ESTA online beantragt und meist innerhalb weniger Minuten genehmigt. Diese ESTA-Genehmigung erlaubt es einem dann zwei Jahre lang, in die USA einzureisen.

Die ESTA-Genehmigung ist dafür da, dass Personen bereits im Vorfeld auf ein mögliches Sicherheitsrisiko geprüft werden. Dafür werden die im Antrag angegebenen Daten mit Fahndungs- und Strafverfolgungslisten abgeglichen. Wer eine Gefahr darstellen könnte, wird abgelehnt. Wer abgelehnt wird, muss einen Visumsantrag stellen und dabei viel mehr Daten über sich preisgeben, sodass sichergestellt werden kann, dass es sich nicht wirklich um eine Risikoperson handeln könnte.

Nicht jeder kann ein ESTA beantragen

Zu beachten ist, dass nicht jeder einen ESTA-Antrag stellen kann. Dies ist nämlich nur den Staatsangehörigen von insgesamt 38 Ländern vorbehalten – Deutschland, Österreich und Schweiz mit inbegriffen. Diese Länder nehmen am sogenannten Visa Waiver Program teil. Alle anderen brauchen ein Visum für die Einreise.

Außerdem gibt es Personengruppen, die zwar die Staatsangehörigkeit eines Visa Waiver Landes besitzen, aber trotzdem im Vorfeld für eine Einreise mit ESTA ausgeschlossen sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man sich schon einmal länger als erlaubt in den USA aufgehalten hat oder wenn man Vorstrafen besitzt.

Mit einer ESTA-Einreisegenehmigung ist es erlaubt, sich bis zu 90 Tage am Stück in den USA aufzuhalten, und insgesamt höchstens 180 Tage im Jahr. Allerdings nur für den Urlaub, Besuche oder geschäftliche Reisen. Wer beispielsweise in den USA arbeiten oder studieren möchte, braucht das dafür gültige Visum und darf nicht mit ESTA einreisen. Gute Beispiele dafür, was mit ESTA erlaubt ist und was nicht, gibt es hier.

Für die Beantragung einer ESTA-Genehmigung zahlt man 4 US$ und noch einmal 10 US$, sobald der Antrag genehmigt wurde. Also insgesamt 14 US$.

Wichtig ist, dass man einen gültigen, elektronischen Reisepass besitzt, wenn man ESTA beantragt. Ein solcher Reisepass ist für die Einreise mit ESTA nämlich zwingend notwendig, da anhand der Daten des Reisepasses vor Abflug die ESTA-Genehmigung elektronisch abgerufen wird. Ob es sich bei Ihrem Reisepass um einen elektronischen handelt, erkennt man an dem kleinen, goldenen Symbol, vorne auf dem Einband des Passes. Der Reisepass muss für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein.

Auch Kinder benötigen einen elektronischen Reisepass

Gerade, wenn man mit Kindern reist, sollte man aufpassen, denn die typischen Kinderreisepässe sind nicht elektronisch. Deshalb ist es notwendig, auch für Kinder einen “normalen”, elektronischen Reisepass zu beantragen.

Ein Reisepass sollte spätestens vier Wochen vor Reisebeginn beantragt werden. So lange dauert üblicherweise die Bearbeitungszeit beim Amt. Wenn die Reise kurzfristig geplant wurde, kann ein Reisepass auch per Expressverfahren beantragt werden. Das dauert dann höchstens vier Werktage, kostet natürlich dafür auch einiges mehr. Ein vorläufiger Reisepass kann für die Einreise in die USA wiederum nicht genutzt werden!

Der Reisepass muss übrigens für den gesamten Aufenthalt der USA-Reise gültig sein. Bei der ESTA-Genehmigung reicht es, wenn diese nur für das Datum der Einreise gültig ist.

Da es in letzter Zeit immer wieder zu Änderungen der Einreisebestimmungen durch US-Präsidenten Trump kommt, wird empfohlen, sich vor der Einreise noch einmal auf der Seite des Auswärtigen Amtes über eventuelle Änderungen zu informieren.

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