Shred Sustainable: Eco-Produktguide für umweltbewusste Surfer & Brettsportler

Kaum ein Sport verursacht einen so großem Gewissenskonflikt wie unser geliebtes Surfen und artverwandte Brettsportarten und der damit einhergehende Lifestyle: Auf der einen Seite leben und lieben wir als Natursportler die Verbundenheit mit Mutter Erde und versuchen diese so gut es geht zu schützen, auf der anderen Seite verursachen die meisten Produkte in unserem Kosmos ziemlich große Schäden auf ökologischer sowie teils menschlicher Seite aufgrund Unternehmensstrategien bei denen häufig Gewinnmaximierung vor Umweltschutz steht.

Angefangen von hochtoxischen Produkten in der Surfboardproduktion oder Neoprenanzügen und Surfwachs auf Basis fossiler Rohstoffe (dieses schwarze Zeug was gerade zum Beispiel in Mexiko sämtliche Küsten und deren Bewohner verklebt) oder deren lange Transportwege aus Drittweltländern bis hin zu unseren geliebten, aber doch häufig CO2-lastigen Surfreisen. Von den teils Menschenunwürdigen Bedingungen bei der Produktion der „großen“ Brands ganz zu schweigen, wie erst der jüngste Sklaven-Skandal um RipCurl zeigt.

Glücklicherweise gibt es neben den typischen Großen aber noch einen ganzen Haufen kleine, innovative Marken, die sich auf die Fahnen geschrieben haben etwas gegen die fortwährende Belastung unseres Planeten zu unternehmen und Produkte zu gestalten, die durch ökologisch nachhaltige und regionale Produktion oder faire Bedinungen zumindest einen Teil dazu beitragen dass wir auch in Zukunft weiterhin eine Menge „grüne“ Wellen surfen dürfen.

Nachhaltige Surfboards, Skateboards & Co.

 

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Foto: Kun’ Tiqi

Kun Tiqi Balsa Surfboards 

Kun_tiqi’s ökologische Surfboards werden in aufwendiger Handarbeit von erfahrenen Shapern aus Balsaholz gefertigt. Durch die Verwendung bewährter Technologien und neuester Werkstoffkombinationen besitzen die Surfboards optimale Flexibilität und Widerstandsfähigkeit.

Darüber hinaus verwendet Kun_tiqi überwiegend nachwachsende Materialien und Rohstoffe bei der Produktion.

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Foto: Notox

NoTox Surfboards 

Die französische Marke NoTox ist die erste Surfboardmarke, welche umweltfreundliche Surfboards in Serie produziert. Die Boards sind eine Kombination aus recycleten PES Surfblanks in Verbindung mit verwebten Flachsfasern an Stelle der herkömmlichen Polyestermatten und werden verbunden mit Bio-Resin. Alle Werkstoffe stammen aus Frankreich bzw. Belgien. Kaufen könnt Ihr die Boards hier: https://www.thegreenwave.co.uk/

Goodboards

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Foto: Goodboards

 

Keine Surfboards, aber nicht weniger nennenswert sind die Wake, Kite- und Snowboards der Bayrischen Brettschmiede Goodboards. Allesamt handmade in Europa aus nachhaltigen und biologisch abbaubaren Materialien.

 

Remount Skateboards

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Foto: Remount Skateboards

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt die deutsche Rollbrett-Schmiede Remount. Aus alten Snowboards entstehen hier in Handarbeit neue Skateboards. Das Sortiment umfasst klassische Cruiser-Longboards, Oldschool Shapes sowie recycelte Accessoires aus alten Skateboards und Kite-Leinen. Bemerkenswert: Man kann sich aus seinem altes Snowboard ein neues Longboard fertigen lassen!

Nachhaltige Wetsuits

Patagonia

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Foto: Patagonia

Die ersten die auf unserem Radar mit einem nachhaltigen Konzept beim Thema Wetsuits auftauchten war Patagonia. Die aus 60% pflanzlichem Naturkautschuk bestehenden Yulex-Nexskin Wetsuits tragen zumindest zu einem großen Anteil dazu bei, den Neoprenbedarf zu senken. Mehr Infos findet ihr hier. Erhältlich in Deutschland z.B. bei Langbrett

Picture Clothing

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Foto: Picture Clothing

Ganz neu auf dem Markt sind die NaturalPrene Wetsuits von Picture Clothing welche aus 85% pflanzlich basiertem, sowie 15% synthetischem chlorinfreiem Neoprene bestehen. Des Weiteren schreibt sich Picture auf die Fahnen beim Produktionsprozess auf umweltschonende und recycelte Materialien zurückzugreifen.

Swish Wetsuits

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Foto: Swish Wetsuits

 

Ausschließlich für Frauen und dazu auch noch ziemlich sexy produziert Shwish nach eigenen Angaben nachhaltige Wetsuits auf Basis von Kalkstein ohne synthetisches Neoprene. 

Nachhaltige Swimwear:

 

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Foto: Josea

Josea

Das junge Hamburger Label produziert nachhaltige und farbenfrohe Surfbikinis, die halten was sie versprechen, sowie Surfleggins, Shirts und Suits. Das ganze natürlich made in Germany und auf Basis ökologischer Materialien, samt Verzicht auf Plastik und Müll bei der Verpackung.

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Foto: Tinka Blu

Tinka Blu

Über das Junge Berliner Label haben wir an dieser Stelle bereits schonmal berichtet. Wer es etwas schlichter mag findet bei Tinka Blu einfarbige Surfbikinis mit smarten Details welche in Deutschland aus nachhaltigen Materialien gefertigt werden und dem Öko-Tex Standard entsprechen.

Mehr Swimwear, auch für Jungs findet Ihr weiter unten beim Abschnitt zum Thema Klamotten!

Nachhaltiger Surf-Stuff:

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Auch beim Zubehör für Surfer gibt es mittlerweile fast keine Ausrede mehr für nicht-ökologische Produkte. Eure Bretter sowie anderen Krimskrams transportiert Ihr am besten in den schnieken Taschen von KB-Klabauter (erhältlich auch beim Saltwater Shop). Eine ganze Palette an Eco-Friendly Surfprodukten unter anderem Bio-Leashes, Travelbags, Tailpads und Boardsocken bietet Wavetribe. Für den nötigen Grip auf der Planke sorgt das Bio-Wachs von BCN oder Greenfix. Und wer glaubt bei Finnen hört der Ökospass auf, der Irrt sich: Marlin Fins recycelt in Portugal altes Plastik und macht neue Finnen draus.

Klamotten

Das Stilbewusstsein mit umweltbewusstem Denken vereinbar ist, zeigen mittlerweile unzählige kleine Labels die schöne nachhaltige Kleidung produzieren. Wir wollen Euch einen kleinen Überblick über unsere persönlichen Lieblingslabels geben:

foto: bleed clothing
Foto: Bleed

Bleed Clothing 

Schöne, zeitgemäße Mode aus einem Familienbetrieb der nicht nur wirklich nachhaltig produziert sondern sich auch noch sozial engagiert gibt es nun wirklich nicht so häufig. Getreu Ihrem Motto „we bleed for nature“ schafft Bleed was nur wenige schaffen und ist mittlerweile zu einem der Vorzeigelabels im Bereich nachhaltiger Mode „made in germany“ geworden. Das Label setzt ausschließlich auf Bio-Materialien, re- oder upgecycelte Stoffe und verzichtet zudem auch noch auf tierische Rohstoffe und ist damit 100% Vegan. Wir sind begeistert – Bitte tragt nur noch Bleed!

foto: twothirds / instagram.com
Foto: instagram.com / @twothirds

Twothirds 

Ein junges Label aus dem Baskenland, welches erwachsene Mode für umwelt- und modebewusste Meeresliebhaber produziert und dabei große Sorgfalt auf Nachhaltigkeit legt. Was mit einer Männerkollektion begann wurde nun konsequent in einer Frauen- sowie Kinderkollektion fortgesetzt und bietet mittlerweile von Swimwear über Casuals bis hin zu Accessoires sowie Kollaborationen mit bekannten Brands wie Vans oder Raen Optics alles für den stilsicheren Auftritt am Strand oder in der Stadt.


Bask in the Sun

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Foto: Bask in the Sun

 

Ein weiterer Kandidat aus dem französischen Teil des Baskenland ist das junge Label Bask in the Sun. Alle Mädels können diesen Teil überspringen, denn Bask in the Sun bietet aktuell nur Produkte für Jungs. Hervorgehend aus alter Familientradition produziert Bask in the Sun GOTS zertifizierte stylische Mode made in Europa und arbeitet für seine Kollektionen mit Namhaften Künstlern und Illustratoren zusammen. Die Produkte sind in Deutschland über den Saltwater Shop erhältlich.

Nachhaltiges für davor, dazwischen und danach

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Starte den Tag mit den recycelten Kulturtaschen und den Bambuszahnbürsten von Hydrophil. Für den nötigen Sonnenschutz sowie Pflege für sonnengeküsste Haut sorgen die Schutz- und Pflegeprodukte von SeventyOne percent (erhältlich beim Saltwater Shop). Apropos Sonnenschutz: Für den stilsicheren Auftritt am Strand oder Pool bauen die Jungs von VintageFlamingo handgemachte Eco-Sonnenbrillen die teilweise auch noch schwimmen können. Für den nötigen Grip unter den Füßen seien Euch die Massageflipflops von Souls ans Herz gelegt, welche in dritter Generation und nachhaltig in einem Familienunternehmen in Sri Lanka produziert werden.

Wir finden es richtig cool, dass es für fast jedes Produkt mittlerweile eine ökologisch bessere Alternative gibt und hoffen dass sich diese Entwicklung fortsetzt und wir mit unserem Produktguide etwas zum Umdenken anregen. 

Jede Kaufentscheidung von uns ist eine Entscheidung für oder gegen eine bessere Welt.

Ihr kennt noch andere grüne Labels mit Bezug zu Surf- oder Brettsport? Ab damit in die Kommentare!

 

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