Sommer Roadtrip — Mit dem Bulli durch Süd-Schweden

Da mein Freund im Sommer unbedingt mal einen Roadtrip nach Schweden machen wollte, haben wir diesen Plan dieses Jahr einfach mal in die Tat umgesetzt. Gesagt, getan, haben wir unseren Bulli, den wir liebevoll “Bob” nennen, von oben bis unten vollgepackt und uns auf in Richtung Schweden gemacht. Unser Plan? Drei Wochen die Westküste Schwedens zu entdecken und sofern uns der Wind gnädig ist, Kitesurfen soviel es geht. Wenn man uns kennt, weiß man, dass wir nicht zu den Menschen gehören, die minutiös planen, vor allem nicht wenn wir im Urlaub sind. Also haben wir kurzerhand alle unsere Kites, SUPs, Wakeboards und ein Skateboard in der Dachbox verstaut und uns auf den Weg gemacht.

Erste Station in Süd-Schweden – Kitesurfen und Beachvibes in Lomma

Durch meine Zeit als reisende Kitesurflehrerin habe ich in der ganzen Welt viele Freunde die eigene Kiteschulen leiten, oder dort arbeiten. Kiteschulen sind verbunden mit guten Kitespots- demnach war unser ersten Ziel ein kleiner Ort namens Lomma, nicht weit von Malmø. Dort hat sich Tobi, ein alter Freund von mir aus Deutschland mit seiner Kiteschule “Kite.se” niedergelassen. Er betreibt hier mit seiner Freundin sowohl eine Kiteschule als auch ein kleines Strandcafé direkt hinterm Deich. Unser Plan war es zunächst ein paar Tage zu bleiben, zu kiten und die Natur zu genießen, aber Pläne sind ja bekanntlich dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden. Die Gastfreundschaft von Tobi und seiner schwedischen Freundin Sara, die mit ganz viel Liebe zum Detail das kleine Strandrestaurant betreibt, sowie die guten Bedingungen zum Kitesurfen ließen uns ein paar Tage länger als geplant verweilen. Die Atmosphäre hinter den Dünen, an der Kiteschule war für uns etwas besonderes, denn wir durften, obwohl es Autos sonst nicht erlaubt sind dort nachts zu parken, alleine neben der Surfschule mit unserem Bulli campen. Wenn es mal keinen Wind gab sind wir Stand-Up-paddeln gegangen und haben einen Tagestrip in das nahe gelegene Malmø unternommen.

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Stadt, Land und Fluß im Nord-Westen Schwedens

Ein Roadtrip ist kein Roadtrip, wenn man die ganze Zeit nur an einem Fleck hockt. Uns so schön es bei Tobi und Sara auch war – nach einer Woche in Lomma musste es weiter gehen. Viele Fleckchen an Schwedens Süd-Westküste warteten noch darauf von uns entdeckt zu werden. Die paar windlosen Tagen vor uns und mit den wertvollen Tipps von Sara im Gepäck, machten wir uns auf in Richtung Norden mit erstem Ziel Göteborg. Wir führen zunächst über Varberg, was wir, obwohl es als Surferhochburg bekannt sein sollte, nicht wirklich spannend fanden. Nach einer Nacht in Varberg ging es zunächst nach Göteborg, wo wir total begeistert die Zeit im Stadtteil Haga verloren. Göteborg ist wirklich eine Stadt, die man sich anschauen sollte. Uns wurde gesagt, dass die nordwestlichen Schären genauso schön sein sollten, wie die im Südosten des Landes rund um Stockholm. Unser nächstes Ziel war Smögen, ein touristisches Dörfchen mitten in der felsigen Insellandschaft. Auf dem Weg dorthin wurde uns klar, warum jeder einen Roadtrip entlang Schwedens Westküste machen sollte. Wir fuhren abseits der Autobahn, überquerten zahlreiche Inseln über wunderschöne Brücken und standen Nachts frei mit unserem Bulli an atemberaubenden Plätzen mit wahnsinniger Aussicht. In Schweden ist es zwar auch nicht unbedingt überall erlaubt, aber absolut kein Problem hier und da mal eine Nacht mit dem Bus frei zu stehen. Von Smögen waren wir, trotz des schlechten Wetters, begeistert.

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Der Wind ruft – der beste Kitespot bei unserem Roadtrip in Schweden

Aufgrund der guten Windaussicht ging es auf unserem Roadtrip zurück in Richtung Malmø und über die Öresundbrücke zu einem einsamen Strand in Ringsegård. Hier findet Ihr eine vorgelagerte Insel, die nur über einen kleinen Steinpfad zu erreichen war. Nachts standen wir dort alleine. Tagsüber mischten sich noch eine Hand voll weitere Kitesurfer in die perfekten Bedingungen. In Ringsegård hatten wir definitv den beste Kite-Tag während unseres Schweden Roadtrips. Auf dem Rückweg, noch ein kurzer Zwischenstopp bei unseren alten neuen Freunden Tobi und Sara und dann ging es über Dänemark zurück in die Heimat. Schweden war auf jeden Fall ein wundervoller Urlaub und wir freuen uns, bald wiederzukommen.

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Tipps für deinen Roadtrip mit dem Camper nach Schweden

Anreise nach Schweden

Die Autofähre von Rostock  nach Trelleborg ist die entspannteste Möglichkeit nach Schweden zu gelangen und kostet je nach Buchungszeit etwa 100€ für 2 Personen und einen Bulli – Tickets solltet Ihr  vor allem in der Hochsaison vorher buchen. Die Tickets gibt es hier. Alternativ könnt Ihr auch die Øresundsbroen – die Brücke zwischen

Allemansrätten – frei stehen mit dem Camper in Schweden

Das Allemansrätten, oder auch Jedermannsrecht erlaubt es -theroetisch- jedem sich frei in der Natur aufzuhalten. Viele verwechseln das mit einem Freifahrtsschein auch überall ungefragt campen zu dürfen. Dem ist nicht so – Vielerorts sind die Regeln für’s Campen klar geregelt. Auch wenn wir persönlich keinerlei Probleme hatten und mehr oder weniger überall gestanden haben, wo es uns gerade gefiel, sollte man sich zumindest vorher vor Ort erkundigen ob es ggf. Park- oder Campverbote gibt.

Was man auf einem Roadtrip nach Schweden dabei haben sollte

Im Sommer auf jeden Fall ausreichend Mückenspray. Outdoor-Funktionskleidung ist auf jeden Fall auch nicht verkehrt. Urlaub in Schweden kann auch im Sommer ein ehr wechselhaftes Vergnügen sein und so hatten wir in gut 14 Tagen mindestens 6 Tage an denen uns Petrus weniger wohl gesonnen war. Ein paar Schuhe zum wechseln sind definitiv auch keine schlechte Idee wie wir feststellen durften.

Sommer Roadtrip — Mit dem Bulli durch Süd-Schweden
5 (100%) 1 vote
  1. Hallo Nina,
    ein schöner Post mit tollen Bildern! Er kurbelt auf jeden Fall das Fernweh an. Ich war noch nie mit Bus in Schweden, aber ich kann’s nun noch weniger Erwarten, den Bus zu packen und mich selber auf die Suche nach Wellen zu machen 🙂
    Einen sehr schönen Blog habt ihr, liebste Grüße, Isa

    • Hallo Isa, das ist aber schön zu hören. Ich wünsche dir ganz viel Spass bei deinem individuellen Roadtrip. Wir sind gerade in Brasilien unterwegs und genießen warmes Wasser und guten Wind. Liebe Grüße Nina

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